Klipphausen. Mit dem neuen ModufleX-Konzept hat die S-Tec GmbH eine individuell verlängerbare Werkbank für den Anlagenbau entwickelt. Das Konzept umfasst in sich geschlossene Leistungsmodule, die Anlagenplaner und Ingenieurbüros einzeln,

gruppenweise oder komplett in Anspruch nehmen können. Damit erweitert das seit dem 1. Juli 2014 zur Aquarion Gruppe gehörende
Unternehmen sein Dienstleistungsangebot maßgeblich. 

„Mit unserem ModufleX-Konzept können Anlagenplaner bei Bedarf ihre Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten auftragsspezifisch flexibel ergänzen beziehungsweise aufstocken. Sie profitieren von unserem fundierten Expertenwissen für alle Entwicklungs- und Fertigungsschritte im Standard- und Spezialanlagenbau sowie von unseren Service- und Wartungskonzepten. Und das alles bei hoher Kostensicherheit“, erläutert Reiner Hassmann, Betriebsleiter der S-TEC GmbH.

Modulare Leistungen für den Anlagenbau

Mit ModufleX und großem Know-how in der Entwicklung, Vorfertigung und Inbetriebnahme von Baugruppen und Rohrleitungsmontagen gibt sich S-TEC ein noch breiteres Fundament. Zu den Zielgruppen des Unternehmens zählen damit nicht mehr nur die Halbleiter-, Mikroelektronik- und Solarbranche sowie Kunden aus dem Papier-, Pharma-, Nahrungsmittel- und Getränkesektor, sondern auch die Öl- und Gasindustrie sowie die chemische und Schwerindustrie.

Dabei erfüllt das Unternehmen bereits heute mit den Zertifikaten EN ISO 9001, HP0 und WHG alle erforderlichen Voraussetzungen, um im internationalen Anlagenbau tätig zu sein.

Das ModufleX-Konzept umfasst insgesamt elf in sich geschlossene Leistungsmodule, die einzeln, gruppenweise oder komplett von Anlagenplanern und Ingenieurbüros abgerufen werden können. Die einzelnen Leistungsmodule reichen von Engineering und Softwareentwicklung über Gestellbau, Beschichtung, mechanischer und elektrischer Vormontage, Verfahrungs- und Funktionsprüfung bis hin zu Logistik, Montage, Inbetriebnahme und der externen Qualitätssicherung.

Erfolgreiche Geschäftsentwicklung

Mit diesem neuen Geschäftsmodell und einer neuen Muttergesellschaft startet S-TEC neu durch und hat bereits in den ersten drei Monaten seit dem Neustart erste Gewinne verzeichnet. Das 2006 gegründete Unternehmen ist auf die Vorfertigung, Lieferung und den Einbau von Systemen und Anlagen zur industriellen Wasserver- und Abwasserentsorgung spezialisiert. Erst zum 1. Juni 2014 war das Unternehmen im Zuge des Verkaufs der Einzelunternehmen der insolventen SH+E-Gruppe in die Schweizer Aquarion Gruppe übergegangen.

Aquarion ist ein weltweit führender Anbieter von Systemen, Technologien und Lösungen zur Wasseraufbereitung in der Öl- und Gasindustrie, dem Energiesektor und anderen Prozessindustrien. Der Eigentümerwechsel sichert die Arbeitsplätze der aktuell 40 S-TEC-Mitarbeiter am Standort Klipphausen in der Nähe von Dresden.

Auf Wachstumskurs

S-TEC gehörte zunächst zur SH+E-Group und war hier ausschließlich als Montage- und Vormontage-Dienstleister tätig. Mit dem Übergang in die Aquarion Gruppe wird S-TEC jetzt selbstständig am Markt agieren und zusätzliche Auftraggeber akquirieren.

Damit stehen die Zeichen bei S-TEC auf Wachstum. Mitarbeiter, die das Unternehmen wegen der Konzerninsolvenz verlassen hatten, sind bereits wieder zurückgekehrt. In 2015 sollen vier weitere qualifizierte Stellen geschaffen werden. Wenn es nach Betriebsleiter Reiner Hassmann geht, wird auch die aktuelle Produktionsfläche von 2.250 m² schon bald zu klein sein. Er denkt bereits konkret über einen Ausbau der Fertigungshallen nach.